Spielfreie Zeit - wie ist es NICHT zu investieren?
11.05.2023, um 13:03 Uhr#1
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Hallo zusammen,
ich bin nun seit einigen Monaten Spielfrei und muss noch einen größeren Kredit abzahlen.
Generell geht es mir soweit gut und man kann alle FIxkosten sowie den Kredit im Monat decken.
Nun ist es aber so, dass ich diesen Kredit schneller abbezahlen könnte, wenn ich meine Investitionen (ETF, Crypto, etc..) auszahlen würde und damit die Laufzeit vom Kredit etwas kürzen könnte.
Investieren in "relativ" sichere Anlagen wie ein "World ETF" wird ja immer als was gutes bezeichnet, gerade wenn man noch recht jung ist. Wenn ich jetzt aber alles auszahlen würde, wäre es irgendwie ein komisches Gefühl in mir.
Dieses Gefühl würde ich hier gerne von euch erfahren, falls es jemand kennt.
Wie ist es, eine paar Jahre lang nichts zu investieren an der Börse oder diverse andere Wertanlagen?
Es ist so schwierig die richtige Entscheidung zu treffen, da aktuell eh alles ziemlich im Minus ist durch die Inflation und so...
Spielfreie Zeit - wie ist es NICHT zu investieren?
11.05.2023, um 14:02 Uhr#3
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Stromberg schrieb am 11.05.2023 um 13:56 Uhr:
Ich weiss jetzt nicht so genau, wie deine Frage zu deuten ist..?
Wie soll das sein?
Ich investiere nichts an der Börse, und das Leben ist ganz erträglich muss ich sagen😂
Ja schon aber ist das nicht auch eine Art vom "verpassen" als Gefühl dargestellt?
Dieses vor sich hin Leben ohne seine Finanzen zu investieren kann ich mir halt nicht wirklich vorstellen, darum geht es.
Anonym
Ehemaliges Mitglied
Spielfreie Zeit - wie ist es NICHT zu investieren?
11.05.2023, um 14:05 Uhr#4
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table1 schrieb am 11.05.2023 um 13:03 Uhr: Hallo zusammen,
ich bin nun seit einigen Monaten Spielfrei und muss noch einen größeren Kredit abzahlen.
Generell geht es mir soweit gut und man kann alle FIxkosten sowie den Kredit im Monat decken.
Nun ist es aber so, dass ich diesen Kredit schneller abbezahlen könnte, wenn ich meine Investitionen (ETF, Crypto, etc..) auszahlen würde und damit die Laufzeit vom Kredit etwas kürzen könnte.
Investieren in "relativ" sichere Anlagen wie ein "World ETF" wird ja immer als was gutes bezeichnet, gerade wenn man noch recht jung ist. Wenn ich jetzt aber alles auszahlen würde, wäre es irgendwie ein komisches Gefühl in mir.
Dieses Gefühl würde ich hier gerne von euch erfahren, falls es jemand kennt.
Wie ist es, eine paar Jahre lang nichts zu investieren an der Börse oder diverse andere Wertanlagen?
Es ist so schwierig die richtige Entscheidung zu treffen, da aktuell eh alles ziemlich im Minus ist durch die Inflation und so...
Ich freue mich auf eure Erfahrungen.
Ist nicht schlimm, mal etwas zu pausieren mit den Sparraten. Sei doch froh, dass du bisher schon in der Lage warst etwas anzusparen. Würde das auch abhängig davon machen, wie deine zukünftige Markterwartung ist. Wenn du eh davon ausgehst, dass der Markt die nächste Zeit seitwärts läuft oder sogar fällt, spricht ja nichts dagegen. Wie lange willst du denn überhaupt alles halten? Exit Strategie ist immer wichtiger als der Einstieg.
Wenn du deine monatlichen Kosten zahlen kannst, dann lass doch deine Ersparnisse/Investitionen in Ruhe. Vor allem, da durch die Inflation dein Kredit sozusagen eh immer günstiger wird.
Du könntest den Kredit dann ja noch immer nicht ganz abbezahlen. Ich würds auf jeden Fall besser finden, ein bisschen was auf der hohen Kante zu haben. So lange du die Kreditraten bezahlen kannst, ist doch alles gut.
Ich investiere im meinem Tresor,alles was übrig bleibt wandert da rein...ist schon ein schönes Sümmchen.Der Vorteil dabei ist, wenn ich dringend mal eine grössere Summe brauche hab die die gleich zur Hand.
Spielfreie Zeit - wie ist es NICHT zu investieren?
11.05.2023, um 15:38 Uhr#7
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upola schrieb am 11.05.2023 um 14:30 Uhr: Ich investiere im meinem Tresor,alles was übrig bleibt wandert da rein...ist schon ein schönes Sümmchen.Der Vorteil dabei ist, wenn ich dringend mal eine grössere Summe brauche hab die die gleich zur Hand.
Wieso sollte man etwas sparen, was Banken einfach drucken können?
Meiner Meinung nach sollte man in Firmen investieren (für Einsteiger bieten sich ETF an) und gleichzeitig als Absicherung gegen Schwankungen sollte man einen Teil in Sachwerte investieren, die nicht aus der Druckerpresse kommen.
Wichtig ist dabei zu beachten, dass Absicherung Opportunitätskosten erzeugt. Man verliert die Rendite, die man am Aktienmarkt erhalten würde, wenn man das Geld nicht in Sachwerte angelegt hätte.
Spielfreie Zeit - wie ist es NICHT zu investieren?
11.05.2023, um 15:46 Uhr#8
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table1 schrieb am 11.05.2023 um 13:03 Uhr: Hallo zusammen,
ich bin nun seit einigen Monaten Spielfrei und muss noch einen größeren Kredit abzahlen.
Generell geht es mir soweit gut und man kann alle FIxkosten sowie den Kredit im Monat decken.
Nun ist es aber so, dass ich diesen Kredit schneller abbezahlen könnte, wenn ich meine Investitionen (ETF, Crypto, etc..) auszahlen würde und damit die Laufzeit vom Kredit etwas kürzen könnte.
Investieren in "relativ" sichere Anlagen wie ein "World ETF" wird ja immer als was gutes bezeichnet, gerade wenn man noch recht jung ist. Wenn ich jetzt aber alles auszahlen würde, wäre es irgendwie ein komisches Gefühl in mir.
Dieses Gefühl würde ich hier gerne von euch erfahren, falls es jemand kennt.
Wie ist es, eine paar Jahre lang nichts zu investieren an der Börse oder diverse andere Wertanlagen?
Es ist so schwierig die richtige Entscheidung zu treffen, da aktuell eh alles ziemlich im Minus ist durch die Inflation und so...
Ich freue mich auf eure Erfahrungen.
Meiner Meinung nach ist es ein großer Fehler den viele Anleger heutzutage begehen "heute meine Investments verkaufen und dann in Zukunft wenn es mal besser läuft, wieder nachkaufen.". Ich bin kein Finanzberater, bzw. nur mein eigener - und ich würde die Investments halten, wenn ich daran glaube, dass sie sich positiv entwickeln.
Es kommt hier aber auch auf den Einzelfall an - wie hoch sind die Zinsen in dem Kreditvertrag, wie viel Kapital hast du zum Leben übrig, besteht das Risiko dass du das Depot auflöst und das Geld verzockst - etc.
Ich kaufe Aktien nur dann, wenn ich 100% überzeugt bin, dass diese Firma schneller wächst, als der Weltmarkt.
Und auch das ist schon oft schief gegangen und viele gekaufte Aktien stehen heute im Minus.
Verkaufen würde ich sie auch nicht, sonst beiße ich mir in den Po, wenn sie irgendwann wieder so hoch stehen, dass ich im Profit wäre.
Im Endeffekt empfinde ich Einzelaktienkauf wie Zocken - man wettet darauf, dass man schlauer als der Markt ist und dass die Aktie schneller wächst als ein MSCI All Country World ETF.
Will man Altersvorsorge, oder will man zocken - die Frage war für mich recht einfach zu beantworten, daher kaufe ich jetzt nur noch ETF Anteile, weil jede Wette auch Risiken mit sich bringt.
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11.05.2023, um 15:47 Uhr#9
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Ich investiere auch nicht. Eine Investition beinhaltet ein gewisses Risikofaktor, was eben mit Zins zurückgezahlt wird. Die beste Investition ist immer noch eine eigene Immobilie. Man muss dann quasi nur Grundsteuer + monatliche Nebenkosten zahlen. Wenn man bedenkt, dass die Mieten gerade sehr hoch sind, dann erspart man sich da einiges. Leider besitze ich keine eigene Immobilie und das wird sich die nächsten Jahren auch nicht ändern. Jedoch habe ich mir als Ziel vorgenommen soviel anzusparen, dass es für eine 2/3-Zimmer Wohnung langt. Bis dahin lege ich das Geld einfach zur Seite und das schlauste wäre es in ein Sparkassenbrief anzulegen. Jedoch macht das erst viel Sinn, wenn man 50.000€ oder mehr dafür übrig hat. Selbst bei 10.000€ wären das ca. 200€ p.a. und bei 10 Jahren 2.000€. Ja, 2.000€ haben oder nicht haben, aber dafür kann man das Geld für 10 Jahre vergessen.
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11.05.2023, um 15:48 Uhr#10
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Matthias schrieb am 11.05.2023 um 15:38 Uhr:
Wieso sollte man etwas sparen, was Banken einfach drucken können?
Meiner Meinung nach sollte man in Firmen investieren (für Einsteiger bieten sich ETF an) und gleichzeitig als Absicherung gegen Schwankungen sollte man einen Teil in Sachwerte investieren, die nicht aus der Druckerpresse kommen.
Wichtig ist dabei zu beachten, dass Absicherung Opportunitätskosten erzeugt. Man verliert die Rendite, die man am Aktienmarkt erhalten würde, wenn man das Geld nicht in Sachwerte angelegt hätte.
Zu mir hat die Bank letztens Nein gesagt, als ich gebeten habe mir etwas Geld zu drucken...
Da bin ich dann auch zu dem Schluss gekommen, dass ich selber was sparen muss...🤷
Ich zb kenne mich diesbzgl einfach wenig aus, und habe schon bei meinen Altersvorsorgen das Gefühl übers Ohr gehauen zu werden... Wahrscheinlich ist das sogar so😅
Falke schrieb am 11.05.2023 um 14:16 Uhr: Wenn du deine monatlichen Kosten zahlen kannst, dann lass doch deine Ersparnisse/Investitionen in Ruhe. Vor allem, da durch die Inflation dein Kredit sozusagen eh immer günstiger wird.
Du könntest den Kredit dann ja noch immer nicht ganz abbezahlen. Ich würds auf jeden Fall besser finden, ein bisschen was auf der hohen Kante zu haben. So lange du die Kreditraten bezahlen kannst, ist doch alles gut.
So sehe ich das persönlich auch und ehrlich gesagt ist das bei mir auch so. Einerseits habe ich Geld angelegt, andererseits einen Kredit am laufen.
Solange die Zinsen für den Kredit unter 3% liegen, würde ich auf keinen Fall irgendwelche Assets verkaufen um den Kredit abzuzahlen.
Wie du sagst Falke - die Inflation sorgt dafür, dass Anlagen steigen und Kredite langfristig mit billigerem Geld einfacher zurückgezahlt werden können.
Wichtig ist halt nur, dass man immer ein Asset hat, welches man gegen den Kredit rechnen kann.
Konsumkredite hingegen sind hirnrissig.
Ich fahre z.B. einen 5-jahre alten VW Polo, hab dafür aber keinen Kredit und auch keine Leasingrate, auch wenn ich mir "einen Golf" leisten könnte.
Man muss halt immer gucken was wichtig ist - Leute beeindrucken oder ruhig schlafen, weil man Geld angespart hat.
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11.05.2023, um 16:00 Uhr#12
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Stromberg schrieb am 11.05.2023 um 15:48 Uhr:
Zu mir hat die Bank letztens Nein gesagt, als ich gebeten habe mir etwas Geld zu drucken...
Da bin ich dann auch zu dem Schluss gekommen, dass ich selber was sparen muss...🤷
Ich zb kenne mich diesbzgl einfach wenig aus, und habe schon bei meinen Altersvorsorgen das Gefühl übers Ohr gehauen zu werden... Wahrscheinlich ist das sogar so😅
Das beste was man tun kann, ist sich selbst finanzielle Bildung anzueignen, ich glaub sonst wird das in Zukunft echt nicht einfacher.
Ich schaue ab und zu den YouTube Kanal Finanzfluss, da gibts für Einsteiger und auch für Fortgeschrittene ganz nützliche Infos.
Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, ist das Einkommen bzw. das Vermögen der Grundbaustein für alles was man im Leben benötigt (Liebe mal außen vor gelassen). Eine Woche hat 168 Stunden und wenn man 40 Stunden pro Woche arbeitet, 56 Stunden schläft, sind noch 72 Stunden Freizeit pro Woche übrig, die man für Einkaufen, Wäsche, Essen, Kinder, Hobby und Freizeit aufteilen muss/kann.
Wenn man 1x pro Woche wenigstens 1 Stunde - bei der Fahrt zur Arbeit bzw. auf der Toilette oder vor dem Fernseher für die finanzielle Bildung investiert, gehts einem im Alter sicher besser, als wenn man das Thema einfach außen vor lässt, weil man sich sagt "ich kann eh nix sparen".
Finanzberater lohnen sich meiner Meinung nach nur zu einem Zweck:
Sie sollten dir in der Krise beistehen, wenn dein Depot im Minus ist und dich davon abhalten alles zu verkaufen.
In Krisen wird Geld verdient - in Krisen breit am Aktienmarkt zu investieren ist meiner Meinung nach das profitabelste Investment. Noch mal: Das ist keine Finanzberatung - es ist meine persönliche Meinung zu dem Thema!
Sorry, meine vorherige Antwort ergibt nicht viel Sinn. Habe es überlesen, dass du das überlegst auszuzahlen. Das würde ich nicht machen, und lieber den Kredit weiter normal abbezahlen.
Matthias hat schon viele gute Punkte genannt, die ich auch so sehe.
Vielleicht noch ein wichtiger genereller Tipp für die Geldanlage: Immer im voraus einen Plan erstellen, bei welchen Zielmarken man verkaufen möchte. Wie verhält man sich, wenn das Depot innerhalb von Tagen total abschmiert? Alle Eventualitäten schon einmal durchspielen, um im Crash nicht zu emotional zu reagieren. Die Emotionen kommen zwar auch mit Plan, aber man ist in der Lage rationale Entscheidungen zu treffen, vorausgesetzt man hält sich an sein Skript. Ohne Plan bist du als Privatanleger an der Börse ein Schiffbrüchiger ohne Rettungsweste, und wirst vom Meer (Markt) hin- und hergeschleudert.
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11.05.2023, um 18:25 Uhr#15
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Matthias schrieb am 11.05.2023 um 15:50 Uhr:
So sehe ich das persönlich auch und ehrlich gesagt ist das bei mir auch so. Einerseits habe ich Geld angelegt, andererseits einen Kredit am laufen.
Solange die Zinsen für den Kredit unter 3% liegen, würde ich auf keinen Fall irgendwelche Assets verkaufen um den Kredit abzuzahlen.
Wie du sagst Falke - die Inflation sorgt dafür, dass Anlagen steigen und Kredite langfristig mit billigerem Geld einfacher zurückgezahlt werden können.
Wichtig ist halt nur, dass man immer ein Asset hat, welches man gegen den Kredit rechnen kann.
Konsumkredite hingegen sind hirnrissig.
Ich fahre z.B. einen 5-jahre alten VW Polo, hab dafür aber keinen Kredit und auch keine Leasingrate, auch wenn ich mir "einen Golf" leisten könnte.
Man muss halt immer gucken was wichtig ist - Leute beeindrucken oder ruhig schlafen, weil man Geld angespart hat.
Ja, stimme ich dir total zu. Sachwerte und Investitionen in Firmen sind gerade in Zeiten der Inflation der einzige Schutz vor einem Verlust. Ich würd niemals große Summen auf einem Bankkonto versauern lassen.
Die meisten denken, finanzielle Freiheit bedeutet, möglichst viel Geld zu verdienen. Das ist so aber nicht ganz richtig. Ich habe zum Beispiel nur die absolut notwendigsten Verträge wie Miete, Strom, Internet usw. Ich habe aber keinen Handyvertrag, sondern Guthabenbasis, keine unnötigen Versicherungen oder Bausparer, bei denen man fast immer schlecht aussteigt und zur Zeit nicht einmal ein Auto, da ich in einer Großstadt lebe und es einfach nicht brauche.
Und da ich in Sachen Finanzen recht gebildet bin, war mir bereits ganz am Anfang der Corona-Maßnahmen klar, dass das nur in einer Inflation enden kann. Hat man sich ja nur ansehen müssen wie viele Billionen da weiter ins System gepumpt wurden und die Blase war ja davor schon so groß wie der Mond. Hab also rechtzeitig die richtigen Schritte gesetzt und bin dabei ganz gut ausgestiegen.
Das wichtigste ist aus meiner Sicht erst mal die Fixkosten möglichst weit nach unten zu schrauben. Natürlich ohne dabei an Lebensqualität zu verlieren. Da muss halt jeder individuell schauen, was einem wichtig ist und auf was man verzichten kann. Aber, ich bin mir sicher, dass man bei fast jedem Einsparungen finden könnte, die einem gar nicht bewusst sind und somit auch niemandem abgehen würden. Und sei es nur, dass man bei Netflix, Amazon Prime und Disney+ gleichzeitig angemeldet ist und monatlich bezahlt oder, dass man dieselbe Autoversicherung wo anders viel günstiger bekommen würde.
Und ich bin alles andere als sparsam und gebe zum Beispiel gerne viel Geld fürs Reisen aus und auch beim Essen schaue ich nicht auf den Preis. Aber, ich bin auch nicht wirklich darauf angewiesen, dass ich monatlich Summe XY reinbekomme, weil meine Ausgaben XY betragen. Ich kenne Leute, die verdienen gar nicht so schlecht, haben aber so viele Verträge und Fixkosten, dass die jedes Mal schon mit Schweißperlen zur Arbeit gehen und sich nichts sagen trauen, weil die Angst den Job zu verlieren, omnipräsent ist.
Und Kredite können durchaus vorteilhaft sein, wenn man sie richtig einsetzt. Ein Bekannter von mir hat 8 Eigentumswohnungen, vermietet diese und finanziert die nächste Wohnung wiederum mit einem Kredit, der durch die anderen Wohnungen gedeckt ist und somit Liquidität entsteht. Der hat mit einer Wohnung angefangen und sich so langsam aufgebaut. Er selbst wohnt ganz normal auf Miete.
Was ich allerdings bereits durchs Zocken verloren habe, steht auf einem anderen Blatt. Hab aber seit einiger Zeit komplett aufgehört.
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ich bin nun seit einigen Monaten Spielfrei und muss noch einen größeren Kredit abzahlen.
Generell geht es mir soweit gut und man kann alle FIxkosten sowie den Kredit im Monat decken.
Nun ist es aber so, dass ich diesen Kredit schneller abbezahlen könnte, wenn ich meine Investitionen (ETF, Crypto, etc..) auszahlen würde und damit die Laufzeit vom Kredit etwas kürzen könnte.
Investieren in "relativ" sichere Anlagen wie ein "World ETF" wird ja immer als was gutes bezeichnet, gerade wenn man noch recht jung ist. Wenn ich jetzt aber alles auszahlen würde, wäre es irgendwie ein komisches Gefühl in mir.
Dieses Gefühl würde ich hier gerne von euch erfahren, falls es jemand kennt.
Wie ist es, eine paar Jahre lang nichts zu investieren an der Börse oder diverse andere Wertanlagen?
Es ist so schwierig die richtige Entscheidung zu treffen, da aktuell eh alles ziemlich im Minus ist durch die Inflation und so...
Ich freue mich auf eure Erfahrungen.
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Ich weiss jetzt nicht so genau, wie deine Frage zu deuten ist..?
Wie soll das sein?
Ich investiere nichts an der Börse, und das Leben ist ganz erträglich muss ich sagen😂
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Ja schon aber ist das nicht auch eine Art vom "verpassen" als Gefühl dargestellt?
Dieses vor sich hin Leben ohne seine Finanzen zu investieren kann ich mir halt nicht wirklich vorstellen, darum geht es.
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Ist nicht schlimm, mal etwas zu pausieren mit den Sparraten. Sei doch froh, dass du bisher schon in der Lage warst etwas anzusparen. Würde das auch abhängig davon machen, wie deine zukünftige Markterwartung ist. Wenn du eh davon ausgehst, dass der Markt die nächste Zeit seitwärts läuft oder sogar fällt, spricht ja nichts dagegen. Wie lange willst du denn überhaupt alles halten? Exit Strategie ist immer wichtiger als der Einstieg.
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Du könntest den Kredit dann ja noch immer nicht ganz abbezahlen. Ich würds auf jeden Fall besser finden, ein bisschen was auf der hohen Kante zu haben. So lange du die Kreditraten bezahlen kannst, ist doch alles gut.
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Wieso sollte man etwas sparen, was Banken einfach drucken können?
Meiner Meinung nach sollte man in Firmen investieren (für Einsteiger bieten sich ETF an) und gleichzeitig als Absicherung gegen Schwankungen sollte man einen Teil in Sachwerte investieren, die nicht aus der Druckerpresse kommen.
Wichtig ist dabei zu beachten, dass Absicherung Opportunitätskosten erzeugt. Man verliert die Rendite, die man am Aktienmarkt erhalten würde, wenn man das Geld nicht in Sachwerte angelegt hätte.
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Meiner Meinung nach ist es ein großer Fehler den viele Anleger heutzutage begehen "heute meine Investments verkaufen und dann in Zukunft wenn es mal besser läuft, wieder nachkaufen.". Ich bin kein Finanzberater, bzw. nur mein eigener - und ich würde die Investments halten, wenn ich daran glaube, dass sie sich positiv entwickeln.
Es kommt hier aber auch auf den Einzelfall an - wie hoch sind die Zinsen in dem Kreditvertrag, wie viel Kapital hast du zum Leben übrig, besteht das Risiko dass du das Depot auflöst und das Geld verzockst - etc.
Ich kaufe Aktien nur dann, wenn ich 100% überzeugt bin, dass diese Firma schneller wächst, als der Weltmarkt.
Und auch das ist schon oft schief gegangen und viele gekaufte Aktien stehen heute im Minus.
Verkaufen würde ich sie auch nicht, sonst beiße ich mir in den Po, wenn sie irgendwann wieder so hoch stehen, dass ich im Profit wäre.
Im Endeffekt empfinde ich Einzelaktienkauf wie Zocken - man wettet darauf, dass man schlauer als der Markt ist und dass die Aktie schneller wächst als ein MSCI All Country World ETF.
Will man Altersvorsorge, oder will man zocken - die Frage war für mich recht einfach zu beantworten, daher kaufe ich jetzt nur noch ETF Anteile, weil jede Wette auch Risiken mit sich bringt.
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Zu mir hat die Bank letztens Nein gesagt, als ich gebeten habe mir etwas Geld zu drucken...
Da bin ich dann auch zu dem Schluss gekommen, dass ich selber was sparen muss...🤷
Ich zb kenne mich diesbzgl einfach wenig aus, und habe schon bei meinen Altersvorsorgen das Gefühl übers Ohr gehauen zu werden... Wahrscheinlich ist das sogar so😅
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So sehe ich das persönlich auch und ehrlich gesagt ist das bei mir auch so. Einerseits habe ich Geld angelegt, andererseits einen Kredit am laufen.
Solange die Zinsen für den Kredit unter 3% liegen, würde ich auf keinen Fall irgendwelche Assets verkaufen um den Kredit abzuzahlen.
Wie du sagst Falke - die Inflation sorgt dafür, dass Anlagen steigen und Kredite langfristig mit billigerem Geld einfacher zurückgezahlt werden können.
Wichtig ist halt nur, dass man immer ein Asset hat, welches man gegen den Kredit rechnen kann.
Konsumkredite hingegen sind hirnrissig.
Ich fahre z.B. einen 5-jahre alten VW Polo, hab dafür aber keinen Kredit und auch keine Leasingrate, auch wenn ich mir "einen Golf" leisten könnte.
Man muss halt immer gucken was wichtig ist - Leute beeindrucken oder ruhig schlafen, weil man Geld angespart hat.
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Das beste was man tun kann, ist sich selbst finanzielle Bildung anzueignen, ich glaub sonst wird das in Zukunft echt nicht einfacher.
Ich schaue ab und zu den YouTube Kanal Finanzfluss, da gibts für Einsteiger und auch für Fortgeschrittene ganz nützliche Infos.
Wenn man ehrlich zu sich selbst ist, ist das Einkommen bzw. das Vermögen der Grundbaustein für alles was man im Leben benötigt (Liebe mal außen vor gelassen). Eine Woche hat 168 Stunden und wenn man 40 Stunden pro Woche arbeitet, 56 Stunden schläft, sind noch 72 Stunden Freizeit pro Woche übrig, die man für Einkaufen, Wäsche, Essen, Kinder, Hobby und Freizeit aufteilen muss/kann.
Wenn man 1x pro Woche wenigstens 1 Stunde - bei der Fahrt zur Arbeit bzw. auf der Toilette oder vor dem Fernseher für die finanzielle Bildung investiert, gehts einem im Alter sicher besser, als wenn man das Thema einfach außen vor lässt, weil man sich sagt "ich kann eh nix sparen".
Finanzberater lohnen sich meiner Meinung nach nur zu einem Zweck:
Sie sollten dir in der Krise beistehen, wenn dein Depot im Minus ist und dich davon abhalten alles zu verkaufen.
In Krisen wird Geld verdient - in Krisen breit am Aktienmarkt zu investieren ist meiner Meinung nach das profitabelste Investment.
Noch mal: Das ist keine Finanzberatung - es ist meine persönliche Meinung zu dem Thema!
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Hauptsächlich im elektronischen Bereich.
Habe so c.a. 4000 Vinyls ( bin noch am katalogisieren )
Von 1990 bis in die 2000er.
So 1600 Stk. habe ich bei Discogs schon eingegeben und der derzeitige Wert liegt im maximalen Bereich bei 13.500 €
Die momentan teuerste ist so um die 280 € rum.
Da ich sie alle gepflegt habe und auch ständig meine Sammlungen ( Labels) erweitern werde ist das natürlich auch eine Wertanlage
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Matthias hat schon viele gute Punkte genannt, die ich auch so sehe.
Vielleicht noch ein wichtiger genereller Tipp für die Geldanlage: Immer im voraus einen Plan erstellen, bei welchen Zielmarken man verkaufen möchte. Wie verhält man sich, wenn das Depot innerhalb von Tagen total abschmiert? Alle Eventualitäten schon einmal durchspielen, um im Crash nicht zu emotional zu reagieren. Die Emotionen kommen zwar auch mit Plan, aber man ist in der Lage rationale Entscheidungen zu treffen, vorausgesetzt man hält sich an sein Skript. Ohne Plan bist du als Privatanleger an der Börse ein Schiffbrüchiger ohne Rettungsweste, und wirst vom Meer (Markt) hin- und hergeschleudert.
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Ja, stimme ich dir total zu. Sachwerte und Investitionen in Firmen sind gerade in Zeiten der Inflation der einzige Schutz vor einem Verlust. Ich würd niemals große Summen auf einem Bankkonto versauern lassen.
Die meisten denken, finanzielle Freiheit bedeutet, möglichst viel Geld zu verdienen. Das ist so aber nicht ganz richtig. Ich habe zum Beispiel nur die absolut notwendigsten Verträge wie Miete, Strom, Internet usw. Ich habe aber keinen Handyvertrag, sondern Guthabenbasis, keine unnötigen Versicherungen oder Bausparer, bei denen man fast immer schlecht aussteigt und zur Zeit nicht einmal ein Auto, da ich in einer Großstadt lebe und es einfach nicht brauche.
Und da ich in Sachen Finanzen recht gebildet bin, war mir bereits ganz am Anfang der Corona-Maßnahmen klar, dass das nur in einer Inflation enden kann. Hat man sich ja nur ansehen müssen wie viele Billionen da weiter ins System gepumpt wurden und die Blase war ja davor schon so groß wie der Mond. Hab also rechtzeitig die richtigen Schritte gesetzt und bin dabei ganz gut ausgestiegen.
Das wichtigste ist aus meiner Sicht erst mal die Fixkosten möglichst weit nach unten zu schrauben. Natürlich ohne dabei an Lebensqualität zu verlieren. Da muss halt jeder individuell schauen, was einem wichtig ist und auf was man verzichten kann. Aber, ich bin mir sicher, dass man bei fast jedem Einsparungen finden könnte, die einem gar nicht bewusst sind und somit auch niemandem abgehen würden. Und sei es nur, dass man bei Netflix, Amazon Prime und Disney+ gleichzeitig angemeldet ist und monatlich bezahlt oder, dass man dieselbe Autoversicherung wo anders viel günstiger bekommen würde.
Und ich bin alles andere als sparsam und gebe zum Beispiel gerne viel Geld fürs Reisen aus und auch beim Essen schaue ich nicht auf den Preis. Aber, ich bin auch nicht wirklich darauf angewiesen, dass ich monatlich Summe XY reinbekomme, weil meine Ausgaben XY betragen. Ich kenne Leute, die verdienen gar nicht so schlecht, haben aber so viele Verträge und Fixkosten, dass die jedes Mal schon mit Schweißperlen zur Arbeit gehen und sich nichts sagen trauen, weil die Angst den Job zu verlieren, omnipräsent ist.
Und Kredite können durchaus vorteilhaft sein, wenn man sie richtig einsetzt. Ein Bekannter von mir hat 8 Eigentumswohnungen, vermietet diese und finanziert die nächste Wohnung wiederum mit einem Kredit, der durch die anderen Wohnungen gedeckt ist und somit Liquidität entsteht. Der hat mit einer Wohnung angefangen und sich so langsam aufgebaut. Er selbst wohnt ganz normal auf Miete.
Was ich allerdings bereits durchs Zocken verloren habe, steht auf einem anderen Blatt. Hab aber seit einiger Zeit komplett aufgehört.